Gina Wild ernst und sittsam
Gina Wild wird jetzt ernst und sittsam
Wie funktioniert das? Aus Michaela Schaffrath wurde ein Pornostar und dann wieder Michaela Schaffrath. Jetzt ist die Frau fast eine Marke. In UNIKING spricht sie über Risiko, die Boulevard-Presse und Dinge, über die nicht geredet werden darf.
Michaela Schaffrath würde wohl niemand kennen, wenn sie sich nicht vor ein paar Jahren von einer Kinderkrankenschwester in eine Kunstfigur verwandelt hätte, deren Hauptbeschäftigung Doktorspielchen waren. Und sie wäre auch keine stellvertretende Dschungelmonarchin geworden, weil kein Mensch sie gekannt hätte. Jetzt ist sie Vize-Königin des RTL-eigenen Urwaldreiches – und auch das brave Deutschland liebt Michaela. Die blonde Frau, die im richtigen Leben umwerfend normal aussieht und ist, wird genau dafür bewundert. Die Natürlichkeit wird zu ihrem Markenzeichen. Bei unserem ersten Treffen im letzten November sitzt sie mir gegenüber, wir reden über ihre Zukunft – vom Dschungelcamp keine Rede:
UNIKING: Gibt es Fernsehprojekte?
Schaffrath: Nein, nichts konkretes. Der Verschwiegenheit und Schauspielkunst sei dank, muss ich das Interview nochmals führen. Version zwei Punkt null also – die gleiche Person,
noch nicht mal neu erfunden, trotz des Medienrummels und eines Fernsehformates,
das dafür berüchtigt ist, dahin siechende Promi-Karrieren den Todesstoß zu geben. Nicht durch Kakerlaken, sondern durch Selbstentblößung.
UNIKING: Frau Schaffrath, was können Sie mir denn diesmal nicht erzählen, was als nächstes in Ihrem Leben ansteht?
Schaffrath: (lacht)
UNIKING: Was macht die Planung für ‚Michaela sucht den Mann fürs Leben‘?“
Schaffrath: Das waren nur Gerüchte. Es gab Planungen für ein Format, das sich mit Singles beschäftigt hat, aber nicht so, wie eben angedeutet. Das hätte ein Boulevard-Blatt gerne so gehabt.
UNIKING: Das waren auch meine Anfangsgedanken, als ich erstmals gelesen habe, dass Sie ins Dschungelcamp gehen werden. Aber dann wurden Sie das Aushängeschild der neuen Dschungelcamp-Staffel. Warum?
Schaffrath: Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Zusammen mit meiner Managerin habe ich lange überlegt. Die Chance war groß, denn es gibt kein anderes Format im deutschen Fernsehen, in dem man so autark als Person präsentiert wird.
UNIKING: In den vergangenen Staffeln hat es den Promis keinen Karriereschub verpasst. Und auch in der neuen Staffel sah es danach aus, als hätte RTL eine explosive Mischung gecastet.
Schaffrath: Wir haben schon auf der Hinreise im Team der Camp-Bewohner darüber gesprochen, dass wir kein Interesse haben, uns gegenseitig zu zerfleischen. Wir wollten als Team auftreten und zeigen, wie man zusammen halten kann.
UNIKING: Punktlandung für Sie. In der Bekanntheit und Beliebtheit sind Sie gestiegen. Sogar der Chefredakteur der ZEIT, Giovanni di Lorenzo, hat sich durch einen unvorsichtigen Halbsatz als Dschungel-Gucker entlarvt. Es scheint, als hätte die ganze Nation zugeguckt und sich in Sie verliebt.
Schaffrath: Ich lebe nach der Überzeugung, dass man immer etwas riskieren muss. Natürlich hätte es schief gehen können, aber ich war mir sicher, dass es klappt, wenn ich mir treu bleibe. Den Erfolg ernte ich jetzt – nachdem ich acht Jahre dafür gekämpft habe.
UNIKING: Und die Kehrseite der Medaille …
Schaffrath: … dass ich seit dem kaum mehr ausschlafen kann.
UNIKING: Die Boulevard-Presse hatte ja die Erwartung an nackte Tatsachen im Dschungel-Camp deutlich geäußert. Dem haben Sie sich verweigert.
Schaffrath: Dass diese Aufforderung kommen würde, war abzusehen. Ich habe da auch nichts dagegen, denn ich stehe zu meiner Vergangenheit. Doch die ist abgeschlossen. Gina Wild war eine Kunstfigur. Im Dschungelcamp war aber ich, Michaela Schaffrath.
UNIKING: Und Michaela Schaffrath ist jetzt auf dem Weg zu einer Marke zu werden…. Schaffrath: … nein, keine Marke, ich bin Schauspielerin und Moderatorin und bekomme dafür Anerkennung.
UNIKING: Okay. Jetzt aber nochmals die Frage: Was dürfen Sie mir jetzt nicht erzählen, was als nächstes ansteht?
Schaffrath: Ich habe soeben einen Fernsehfilm mit Elmar Wepper auf Gran Canaria gedreht, auf den ich mich sehr freue, und auch eine internationale Produktion auf Cuba ist
möglich. Zudem laufen gerade verschiedene Gespräche, unter anderem über eine TV-Moderation, welche auf mich als Person zugeschnitten wird. Aber ganz ehrlich – ich weiß noch nicht, was am Jahresende sein wird. Lassen wir uns überraschen.
UNIKING: Okay, wir sprechen uns.
Quelle: htttp://www.unicum.de/evo/11577_1_1
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