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Mit Busen zur Karriere

Der 2te Teil zum Thema, Porno, Pornostars, Sex und die Welt der Sinne und des Verlangens. Vor einigen Tagen haben wir schon den ersten Teil dieses tollen Artikels hier veröffentlicht und jetzt folgt der 2te Teil. Pamela Anderson, Paris Hilton, Beate Uhse und einige mehr spielen hier eine wichtige Rolle und geben Einblick in ihre Karrieren. Rechts hier das schöne Bild ist von Annina Ucatis, derzeit leider ein Ex-Pornostar.

* „Mein Busen hatte eine fabelhafte Karriere – ich bin einfach nur mitgetrottet.“

Damit wären wir bei der berühmtesten Blondine überhaupt: Pamela Anderson machte den Silikonbusen alltagstauglich und feierte sich selbst als lebender Anhang ihrer zwei Kunstwerke. Fairerweise muss man zugeben, dass die Anderson eigentlich eine „richtige“ Schauspielerin sein will. Doch wo stünde sie heute, wäre sie nicht im roten Badeanzug mit wippenden Brüsten über den Stand von Malibu gerannt und hätte sie sich im Folgenden nicht insgesamt 12 Mal für den Playboy ablichten lassen? Pamela Anderson weiß genau, welchem Image sie ihren Erfolg zu verdanken hat („Mein Busen hatte eine fabelhafte Karriere – ich bin einfach nur mitgetrottet“) und ist Geschäftsfrau genug, diese Rolle immer wieder mit neuen Inszenierungen zu nähren. So gelangte auch 1995 der Hochzeitsporno, den sie mit Tommy Lee, Ehemann Nr. 1, aufnahm, nicht ganz so unglücklich, wie später kommuniziert, an die Öffentlichkeit. Mit ihrer dritten Ehe mit Rick Salomon, der ebenfalls durch ein Sexvideo (mit Paris Hilton) berühmt wurde, sorgte sie dafür, dass ihre damalige selbstinszenierte Einlage nicht in Vergessenheit geriet. Durch diese und ähnliche Abwandlungen ihrer ursprünglichen Berufung der Schauspielerei, hält sie auch heute noch den 1996 auferstellten Rekord als die im Internet am häufigsten erwähnte Frau.

Sprechen wir von Selbstinszenierung, dann darf der selbsternannte „Sextoy“-König nicht unerwähnt bleiben. Der Amerikaner David Levine beschloss 1994 im Alter von 26 Jahren mit dem noch in den Kinderschuhen steckenden Internet reich zu werden und verkaufte alle möglichen Waren über das Netz. Nach einigen Monaten kam er zu dem Entschluss, sich auf ein Spezialgebiet fokussieren zu müssen. Da der Verkauf von Erotik-Produkten am meisten Geld einbrachte, setzte er sich zum Ziel „Der König der Sextoys“ zu werden. Seine Domain vermarktete er, indem Levine sich selbst auf Partys einlud und sein Spielzeug an Frauen verschenkte, was ihn schnell eine Schar an weiblichen Anhängern einbrachte. Später hielt er die Partys einfach bei sich zu Hause ab und lud sich die Medien ein, die der Verheißung von freizügigen Frauen auf einem Berg von erotischen Produkten sitzend nicht widerstehen konnten. Schnell wurde Levine als „Sextoy Dave“ bekannt und brauchte sich um das Marketing seines Unternehmens keine Sorgen mehr zu machen.

Verpackte Erotik: Aufregender als der pinke Elefant im Raum

Das Erotik Geschäft ist eine verlässliche Einnahme-Quelle. Jedoch hat sie einen Haken: Sowohl Produkte als auch der daraus resultierende Reichtum lassen sich schlecht kommerziell kommunizieren. Der „gute“ Ruf, den man sich im Erotik-Gewerbe verdient hat, ist auch in liberalen Zeiten nicht so einfach auf den Alltag übertragbar. Schließlich will keiner der treuen Kunden offiziell etwas mit den angebotenen Produkten zu tun haben. Keiner lässt sich gerne in der Erwachsenenabteilung einer Videothek erwischen oder trägt stolz eine Einkaufstasche mit dem breiten Schriftzug „Beate Uhse“ durch die Gegend. Im Gegenteil: bevor wir einen Sexshop betreten schauen wir erst mehrmals die Einkaufsstrasse auf und ab und versichern uns, dass kein Bekannter in Sichtweite ist oder bestellen direkt anonym übers Internet. Und wer als Frau bei seinem Freund zufällig unter dem Bett ein paar Ausgaben des Playboys findet, kann sich mit Sicherheit anhören, dass das Magazin nur wegen der interessanten Beiträge gelesen wird.
Erotik ist immer noch verrufen. Um dennoch außerhalb der nächtlichen Werbezeiten Reklame für sich und sein Unternehmen machen zu können, greifen die Entrepreneurs auf sich selbst als Marketingmittel zurück und sorgen mit einem außergewöhnlichen Lebenswandel für die breite Beachtung. So gibt sich Hugh Hefner auch noch mit über 80 Jahren als wilder Playboy und Dave Levine präsentiert sich und sein Partyleben regelmäßig in Reality Shows („If you can find me an easier way to get some free marketing in front of millions of people, let me know.“). Ebenso wäre Beate Uhses Geschäftsidee sicher zum Scheitern verurteilt gewesen, wenn sie ihre Broschüren nicht unter dem Synonym der „Ehehygiene“ verkauft hätte. Auch Bert Wollersheim, Düsseldorfer Rotlicht-Legende, hat erkannt, dass sich sein Unternehmen nur über sich selbst vermarkten lässt. Durch geschicktes Marketing liefen zuletzt Beiträge über ihn und sein Gewerbe zur Mittagszeit während einer Familiensendung. Denn auch das Fernsehen hat erkannt, dass sich mit erotischen Themen, selbst bis fast zur Unkenntlichkeit verpackt, dass statt eines extravaganten Zuhälters ein sich sorgender Vater gezeigt wird, die meisten Einnahmen erzielen lassen.

* Quelle: Koeln-bonn.business-on De

Erotik ist doch einfach was schönes und Playboy, Beate Uhse und Co. sind die Wegbereiter Sexualität natürlicher zu machen und Fantasien ausleben und befriedigen zu können. Sie alle sind weg bereitend für die Pornostars von heute, egal ob Vivian Schmitt, Jana Bach oder wie auch immer sie alle heißen. Deutsche Pornostars von heute wurde somit der Weg vereinfacht.

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