Wie wird man eigentlich zum Porodarsteller? Welche Eigenschaften muss man erfüllen, wie muss man im Kopf ticken, was bewegt jemanden überhaupt dazu Pornostar zu werden und brauch ich unbedingt große Brüste um zum Pornostar werden zu können?
Deutsche Pornostars sind über die Länder hin bekannt, egal ob Vivian Schmidt, Jana Bach oder Gina Wild, sie sind in den Fantasien der Männer unterwegs und spenden Freude und unvergessliche Momente überall dort wo ihre Filme laufen oder sie Live-Auftritte machen. Hier ein kleiner Bericht aus dem Stern.
* Harry S. Morgan, 62, ist ein Veteran der Szene. Der ehemalige “Bild”-Fotograf hatte irgendwann bei der Essener Porno-Produktion Silwa angeheuert und für Silwa-Magazine wie “Happy Weekend” fotografiert. “Dafür jettete ich rund um die Welt, mal nach Paris, London, Spanien, Ibiza, ein angenehmes Leben”, schwärmt er, “damals verfügte die Branche über ein Heidengeld. Teure Hotels? Exklusive Restaurants? Alles kein Problem.” 1975 übernahm Morgan die Regieassistenz bei “Josefine Mutzenbacher – Wie sie wirklich war”, heute längst ein Klassiker des Hardcore-Genres. “Das war ein unglaublicher Aufwand”, erzählt Morgan, “wir drehten in Wien, mit vielen Kostümen, bauten ein komplettes Studio auf – kein Vergleich zu den überhasteten Pornoproduktionen von heute. Es war richtiges Filmemachen – mit 35 Millimeter und Kinovorführungen. Es war eine schöne Zeit. Und: Wir hatten keine Konkurrenz.” Damals prahlten Porno-Produzenten noch, dass sie die Stoßdämpfer ihrer Autos verstärken lassen müssen, weil die Geldsäcke so schwer seien.
Die schönen Zeiten sind vorbei, und Konkurrenz, die auch noch billiger produziert, gibt es nun massenhaft. Nicht nur die aus den ehemaligen Ostblock-Staaten, sondern vor allem die aus dem Internet – wo man zum Beispiel auf youporn com kostenlos bedient wird, von kürzesten Sex-Schnipseln über zusammengeschnittene Compilations bis zu veritablen Porno-Filmen. Deshalb bröckeln die Umsätze aus Verkauf und Vermietung pornografischer Bild- und Tonträger seit Jahren. Derzeit setzt die deutsche Branche gerade noch geschätzte 500 Millionen Euro pro Jahr um, Tendenz immer noch fallend. Früher galt sie mal als Gelddruckmaschine.
Ikonen der Porno-Industrie
Über den Zustand der deutschen Pornoindustrie hat der Berliner Autor Marcel Feige jetzt ein Buch geschrieben. In “Alles über Porno!” berichtet er über die neuesten Trends im Hardcore-Business und lässt in mitunter äußerst unterhaltsamen Interviews und O-Tönen Stars, Regisseure und Produzenten zu Wort kommen. Ein Konzept, das sich bestens bewährt: Denn in diesen Selbstdarstellungen bekommt der Leser mit, wie es hinter den Kulissen zugeht. Es wird erzählt, wie wer ins Geschäft (und wieder raus-) gekommen ist, was dort verlangt und gezahlt wird und auf welche neuen Ideen und Formate man setzt, um der Krise zu trotzen.
Man erfährt zum Beispiel, dass “Mutzenbacher”-Regisseur Hans Billian – bürgerlich Hans Joachim Hubert Backe und von Beruf eigentlich Schauspieler, Drehbuchautor und Filmregisseur – früher der bekannteste Pornofilmer war und auch heute noch für zahlreiche Hardcore-Schaffende “das Maß aller Dinge” ist. Oder wie die 1953 in Breslau geborene tierärztliche Assistentin Teresa Orlowski zum ersten echten deutschen Pornostar avancierte. Die für ihren damaligen Ehemann Hans Moser alias Sascha Alexander als “Foxy Lady” vor der Kamera stöhnte, ihn schließlich rausschmiss und ihre Firma “VTO – Video Teresa Orlowski” in Hannover allein weiterführte. Moser schimpfte damals über seine undankbare Ex: Sie sei “ein Saddam Hussein mit Titten.”
Nach Teresa Orlowski begann eine weitere Sexbombe ihre Karriere als Porno-Star – und zwar mit einer Titelstory im stern: “Auf dem Cover lächelte eine dralle Frau mit blonden Haaren und gewaltigen Brüsten”, schreibt Buchautor Feige, “ihr Name war Dolly Buster. Dieser Bericht war nicht nur die Absolution, die die Gesellschaft dem Pornofilm erteilte, er war auch der Durchbruch für die Pornodarstellerin, die in Wahrheit Katerina Nora Bochnickova hieß, 1969 in Prag geboren.”
Das alte Lied vom Rosettenjodler
Der letzte große deutsche Pornostar, sagt Regisseur Tom Herold, sei Gina Wild gewesen, die heute unter ihrem bürgerlichen Namen Michaela Schaffrath im seriösen Fach zu reüssieren versucht. Herold, der nun für den großen Pornoproduzenten “Private” dreht, weiß: “Privat war sie nicht anders als im Film.” Das sei auch der Grund für ihren Erfolg gewesen, sagt Veteran Harry S. Morgan, der sie aufgebaut hatte: “Weil sie bei jeder Szene einen Orgasmus erlebte. Weil ich bei jeder Szene ihr Gesicht zeigte. Deshalb wurde sie zum Pornostar.” Und weil sie nur sieben Filme machte und dann aufhörte.
Harry S. Morgan, der seit 20 Jahren Haus- und Hofregisseur bei der Essener Produktionsfirma “Videorama” ist und insgesamt weit über 600 Pornofilme gedreht hat, sieht den Grund für die Krise der deutschen Branche in der Qualität der heutigen Produktionen: “Es ist nicht das Internet, das der Pornobranche an den Kragen geht. Es ist die Gesellschaft, die sich verändert hat. Die Gesellschaft war es irgendwann leid, immer die gleiche Art von Filmen zu sehen, ständig diese ewig blöden Rosettenjodler oder ‘Auf dem Bauernhof wird geblasen’.” Morgan war es auch, der von diesem Mainstream abwich und vor knapp 20 Jahren mit der Amateur-Serie “Happy Video Privat” kopulierende Paare, die er vorher interviewte, in ihren Wohn- oder Schlafzimmern filmte. Eine Innovation, die damals oft kopiert wurde, “aber die anderen hatten nie Erfolg”, so Morgan.
Pornos zum Anfassen
Mit neuer Technik, hoher Qualität und mutigeren Konzepten will die Branche nun aus der Krise kommen. Ansprechende Geschichten sollen wieder erzählt werden, mit aufwendigen Kulissen, Kostümen und Special Effects. Doch große Pornoproduktionsfirmen wie “Evil Empire”, “Private” oder “Digital Playground” in den USA verfügen über weitaus höhere Budgets als deutsche Unternehmen. Nils Molitor, Sohn des Gründers von “Magma Film”, setzt inzwischen auf die hochauflösende High-Definition-Technik und gründete “PornHardArt”, Deutschlands erstes Blu-ray-Label. Das sei fast wie 3-D-Kino, schwärmt Molitor: “Das Bild wirkt derart plastisch und echt, dass man glaubt, man könnte es anfassen.”
Qualität, da ist sich Molitor sicher, werde sich durchsetzen – auch wenn es in Deutschland jetzt fast 600 “Pornoproduzenten” gebe. “Heutzutage kann jeder in den Supermarkt gehen, sich eine Micky-Maus-Kamera kaufen und dann behaupten: Ich bin ein Pornoproduzent.” Wer soll dann, schimpft er, Qualität finden, wenn er im Sexshop vor einer Wand mit 2000 Discs steht? Das alles sei “fast nur noch Schrott”, urteilt Molitor.
Sex in der düsteren Subkultur
“Alles über Porno!”-Autor Marcel Feige hat noch eine andere Alternative parat: Realismus. “Porno muss nicht immer durchgestylt und hochgezüchtet sein”, schreibt er, “wenn überhaupt, mit Lust. Oder eben Authentizität.” Formate wie “Straßenficker” etwa oder “Mach’s mit Till”, wo männliche Potenzbrocken willige Frauen ansprechen und sie dann vor laufender Kamera herumkriegen. “Authentizität vermengt mit kreativem Anspruch”, führt Feige weiter aus, “dafür steht wiederum der so genannte Alternative Porn” Heißt: Sex in der Subkultur, wo düstere Mädels aus der Gothic-Szene oder tätowierte und gepiercte Punk-Girls es mit männlichen Pendants treiben. “Alternative Porn”, so Autor Feige, “ist durchaus ein Trend, der sich am ehesten mit dem Wunsch nach Veränderung beschreiben lässt.”
Auch die deutschen Pornostars haben sich mittlerweile mit der derzeitigen Krise arrangiert. Vivian Schmitt etwa, einzige Darstellerin mit eigenem Fanclub, seufzt: … den Rest selbst auf stern de lesen …
*Quelle: stern de
Ein wirklich interessanter Artikel wie wir finden und es bleibt gespannt ob es in Deutschland ein Starsterben geben wird oder ob sich wieder richtige Stars a la Gina Wild Format heraus kristallisieren können.
Im Kölner Express gestand Big Brother Ulf “Ich steh auf Leonie, die ist echt scharf”. Keine Woche später fand das erste Treffen der beiden unter Regie von Porno-Mastermind Harry S. Morgan statt. Und schon wurden ernste Pläne geschmiedet. Big Brother Ulf, der bereits einmal vor der Porno-Kamera versagt hatte, wagt einen neuen Angriff auf die Erotik-Branche.
Beim kommenden Dreh mit Porno-Prinzessin Leonie wird der Muskelprotz sein Gemächt noch einmal zur Verfügung stellen und beweisen, dass sein kleiner Freund ganz groß werden kann. Leonie ist sich sicher “ich krieg Ulf auf Betriebstemperatur”. Wir uns auch.
Leonie Saint eine der heissesten deutschen Pornostars hat ja ihre aktive Karriere beendet. Hier ein kurzes Interview von Leonie auf Pro7. Neben Leonie ist auch Harry S. Morgan zu sehen und was er über Leonies alternativer Karriere so denkt bzw. sich vorstellen kann. Der Pornostar Macher hat da seine ganze eigene Meinung dazu.
Maximum Perversum eine wohl der bekanntesten Serien des deutschen Pornoproduzenten Harry S. Morgan. Vielleicht nicht so unter den ganz jungen Leuten bekannt diese heissen Pornos, aber die einwenig ältere Generation ist quasi mit Maximum Perversum groß geworden. Hier für alle die es nicht kennen ein kleiner Vorgeschmack.
Hier ein kleines Quiz rund um Harry S. Morgan und die Filme die er gedreht hat. Testet euer Wissen und werdet zum Harry S. Morgan Insider
1. Harry S. Morgan ist ein erfolgreicher
a) polnischer Fleischer
b) österreichischer Schiläufer
c) ungarischer Leichtathlet
d) deutscher Porno-Regisseur
2. Harry S. Morgan hat folgende Filme gedreht
a) Spiderman3 & Fluch der Karibik
b) Das Leben der Nacktschneken & Wenn Bienen sprechen könnten
c) Das große Stechen & Tiefe Schlünde
d) Grotte der Lust & Feuchte Frauenträume
3. Harry S Morgan träg gern einen
a) Hut
b) Schal
c) Anzug
d) eine Mütze
4. Harry S. Morgan ist auf Du und Du mit
a) Angelina Jolie
b) Pipi Langstrumpf
c) Gina Wild & Vivian Schmitt
d) Jenna Jameson & Sarah Young
Ob ihr wirklich die richtigen Antworten gegeben habt, seht ihr hier.
Wenn ihr nicht auf anhieb alle Fragen beantworten konnten dann ruhig noch einbißchen im Blog stöbern, hier findet ihr noch einen Haufen interessanter Infos zu deutschen Pornostars und könnt euch auch noch verschiedene Pornostars Clips anschauen, die auch sehr lustig und interessant sind.
Wenn man von deutschen Pornostars bzw. deutschen Pornos spricht dann darf die von Harry S. Morgan produzierte Video Reihe – Junge Debütantinnnen natürlich auch nicht vergessen werden. Wem junge Debütantinnen kein Begriff ist, hier einpaar Details:
Junge Debütantinnen ist eine erfolgreiche deutsche pornografische Videofilm-Reihe des Regisseurs Harry S. Morgan im Stile von Dokumentationen.
In der Reihe Junge Debütantinnen, in den frühen Teilen auch manchmal als Junge Debütantinnen vor laufender Kamera oder Lollipop bezeichnet, stellt Regisseur Morgan in jeder Ausgabe mehrere neue weibliche Pornodarstellerinnen vor. Oftmals sind diese wie behauptet echte Debütantinnen und Amateure, manchmal aber auch professionelle Modelle. Meist stammen die zumeist recht jungen Darstellerinnen aus Ungarn oder Tschechien – diese Teile werden dann auch vor Ort in den jeweiligen Ländern gedreht – doch gibt es manchmal ganze Teile, die extra in Deutschland mit deutschen Darstellerinnen gedreht wurden. In Teil 19 – Deutsche Debütantinnen – Hart & herzlich hat die später durch den Film Gegen die Wand bekannt gewordene Sibel Kekilli einen Auftritt als Kim aus Mannheim. Die männlichen Darsteller sind im allgemeinen immer wiederkehrende Gesichter. So treten professionelle Pornodarsteller wie Zensa Raggi, Conny Dachs, David Perry, Richard Langin und Robert Rosenberg immer wieder auf.
Die vom Essener Videoanbieter Videorama veröffentlichte Reihe ist seit 1995 in bislang 23 Teilen erschienen (Stand März 2006). 1997 erhielt Regisseur Morgan unter anderem für diese Reihe den Venus Award als bester Regisseur einer Videofilm-Reihe, 2001 und 2004 als bester deutscher Regisseur.
Harry S. Morgan ist einer der berühmtesten deutschen Regisseure und Produzenten von Pornofilmen.
Superstars wie Dolly Buster und Gina Wild haben sich schon vor seiner Kamera geräkelt!
Harry S. Morgan studierte Fotografie an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Professor Otto Steinert und ist Mitbegründer der Gruppe „Visum“. 1991 führte er Regie bei dem Kriminalfilm Pommes Rot-Weiß Michael Lesch. Seit etwa 1988 ist er als Regisseur und Produzent von Pornofilmen bekannt. Morgan zeigt in seinen Filmen oft extreme Sexpraktiken wie Doppelpenetrationen, Fisting und Urination-Szenen und tritt dabei regelmäßig selbst als Darsteller – wenn auch nicht in sexuellen Situationen – auf. mit
wichtigsten Pornostar des vergangenen Jahrzehnts sieht? Als zukünftigen Superstar hätte er Gina Wild gesehen, doch die hat ja bereits ihren Rücktritt bekannt gegeben…
… Porno-Darstellerinnen
wie Kelly Trump und Gina Wild, die Karrieren im „seriösen“ Bereich (TV, Kino) anstreben, keine große Chancen gibt?
„Er liebt Reality. Wenn ein Mädchen kommt, dann zeigt er das auch. Und freut sich wie ein Schneekönig.“
…wenn am Samstag beim Nachbarn gegenüber abends um 18 Uhr die Rollläden ‘runtergehen, und alle Leute die Sportschau gucken. Wieso geht bei denen der Rollladen ‘runter? Also sagen sie alle: ‘Jetzt möchten wir mal gerne wissen, was da passiert’.
*Er ist eine Institution im deutschsprachigen Porno. Der Mann mit der Kappe, der Mann mit dem Händchen für authentische Szenen, der Mann mit dem Näschen für tolle Sex-Talente. Der Mann, der so gar nicht dem „Goldketterl“- Image eines Horizontal-Regisseurs entspricht und der sich erst einmal die Weihen des seriösen Journalismus holte, bevor er sich so erfolgreich in die Niederungen der Erotik begab…Der „Spiegel“ charakterisierte ihn als einen Mann:„…mit einer unbändigen Neugier nach Sex“, sein Name: Harry S . Morgan. Doch was wie ein Held aus einem Western- Schmöker klingt, begann ganz und gar bürgerlich. Das Genre streifte den Mann, der als Michael Schey 1945 geboren wurde, schon im zarten Jugendalter. Auf einer Klassenfahrt nach Paris kaufte er die ersten Pornoheftchen und begann einen schwunghaften Handel auf dem Schulhof, was ihm außer vielen Freunden und reichlich Kohle einen strengen Verweis einbrachte. Doch die Lust auf Frauen und Erotik ließ ihn seither nicht mehr los. Serien wie „Happy Video Privat“, „Teeny Exzesse“„Maximum Perversum“ machten ihn weit über die Grenzen Deutschland bekannt. Die Serie „Happy Video Privat“ wurde in den letzten 20 Jahren zur erfolgreichsten Serie der Welt! Ein weiterer großer Coup war seine Entdeckung Gina Wild, die er innerhalb eines Jahres zum erfolgreichsten Pornostar Deutschlands machte. Doch der Mann mit Kappe und Schnauzer hat vor allem eine Nase, mit der er Talente nicht nur findet, sondern auch das Feeling und Know How besitzt, sie in’s rechte Licht zu rücken. Harry S. Morgan zählt zu Deutschlands beliebtesten und bewährtesten Porno-Regisseuren. Seine Filme, die er immer exklusiv für Videorama dreht, sind stets professionell inszeniert und mit frivolen Szenen gespickt, die von Naturgeilheit leben. „Er liebt Reality. Wenn ein Mädchen kommt, dann zeigt er das auch. Und freut sich wie ein Schneekönig.“ So seine Mitarbeiter. Doch seinen Berufsweg startete der Schulhof-Kolporteur ganz seriös. Nach der Matura auf die Journalistenschule und dann mehrere Jahre als Reporter bei diversen bekannten Zeitungen und Magazinen, wie BILD, SPIEGEL, STERN. Außerdem verdiente Michael Schey sich seine Brötchen als Kamera-Assistent bei der Bavaria, wo er u. a. Jost Vacano (DAS BOOT, STARSHIP TROOPERS) assistierte und dabei fraglos sein Kameragespür entwickelte. Den ersten Pornofilm drehte der Mann, der sich dann nur noch Harry S. Morgan nannte (bei „Dirty Harry“ Eastwood ausgeliehen!), bereits 1986: die Debüt-Folge von „Happy Video Privat“. Mittlerweile umfasst sein Schaffenswerk beinahe 500 Hardcore-Filme. Wenn man schon so viele Jahre im Porno-Business auf dem Buckel hat wie Harry, dann kennt man nicht nur Tausende von scharfen Girls bis ins Intimste, man kriegt auch so einiges mit, z.B. wie sich der Markt seit Anfang der 80er Jahre verändert hat: „Die goldenen Zeiten der Profis sind vorbei. Heute kann ja jeder Filme machen – glaubt man jedenfalls!“ Doch Harry ist der beste Gegenbeweis, denn auf lange Sicht gesehen, wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Nur die großen Namen haben Zukunft. Und zu denen zählt der Harry schon lange. Ganz besonders intensiv hat der Regisseur sich als der Mann mit der Kappe immer mit dem Blick ins deutsche Privatleben beschäftigt und dabei festgestellt, dass der bevorzugte Piefke-Sex durchaus nicht nur 08/15-Blümchensex ist, wie mancher bis dahin vielleicht glaubte. Diese Erkenntnis nutzte er für seine MAXIMUM PERVERSUM- und TEENY EXZESSE-Serie aus. Da wird gepisst, gefaustet und anal geschachtet, dass es nur so kracht. Aber auch in das Innenleben von Männlein und Weiblein hat der Porno-Produzent, der „ganz normale Menschen von nebenan“ bei ihren heimischen Aktivitäten filmt, einen tiefen Einblick im Laufe der Jahre gewonnen, und er bringt die Sache auf den Punkt: Männer „sind sprachlich gehemmt“, Frauen erzählen „viel interessanter, viel direkter, viel schweinischer.“ Harrys eigene Vorlieben und Geschmacksgrenzen geben dem Ganzen allerdings immer einen Rahmen. Alles mit der ihm eigenen Prise trockenen Humors und technischer Perfektion, die seine Filme weit über den durchschnittlichen Stumpfsinn heben. Am spannendsten für ihn selbst und auch für die Porno-Konsumenten ist aber zweifellos sein Schlüsselloch-Blick ins Schlafzimmer des deutschen Durchschnitts-Paares. Und selbst da kommen ihm seine „seriösen“ Wurzeln des Journalismus zu Gute, wie er in einem Interview über seine Arbeit gern anschaulich erzählt: „In den drei Jahren bei der „BILD“ habe ich richtig gelernt, wie man die Witwe des verunglückten Bergmanns möglichst clever aus ihrem Seelenschlaf ‘rausholt, sie interviewt und gleichzeitig noch photographiert, dann das Photo des Verstorbenen mit der Kerze da hinstellt und sagt: ‘Sie trauert um ihren verstorbenen Mann’. War aber ‘ne gute Schulung, weil man da gelernt hat, sehr hart zu werden und sehr auf den Punkt hinzuarbeiten. Bei einer „Spiegel“-Reportage über Pornographie 1972 habe ich einige Porno-Leute kennen gelernt. Die haben mich anschließend mal angerufen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, so nebenbei ein bisserl Geld zu verdienen. Na, nun habe ich für die photographiert, ein paar Geschichten geschrieben und so. Aber mein Ziel war immer, ins Regie- Fach zu gehen, und da gab ‘s eben einfach Probleme, und wenn man den Hunger hat, auf diesem Gebiet zu arbeiten, dann nimmt man auch Angebote in Sachen Pornographie an. Ich bin durch diese Branche auch schnell in etwas leitende Funktionen geraten, in denen ich ein bisschen meinen eigenen Stil, meine eigenen Ideen und meinen eigenen Willen durchsetzen konnte. Hinzu kam dann, dass ich irgendwann mal sagte: „Porno an sich ist langweilig!“ Es wird überall in der Welt produziert, Tausende von Minuten, und es ist immer das gleiche. Da besann ich mich des Journalisten in mir und dachte: Das Interessanteste ist ja eigentlich, wenn am Samstag beim Nachbarn gegenüber abends um 18 Uhr die Rollläden ‘runtergehen, und alle Leute die Sportschau gucken. Wieso geht bei denen der Rollladen ‘runter? Also sagen sie alle: ‘Jetzt möchten wir mal gerne wissen, was da passiert’. Also: Die Neugierde. Nun habe ich gesagt: Wir müssen einfach mal ‘was anderes machen, wir müssen hingehen mit der Kamera, bei Leuten an die Tür klopfen und fragen: „Hört mal, was macht Ihr denn dann, wenn bei euch die Rollläden ‘runtergehen? Bumst Ihr dann oder was macht Ihr?“ Und aus dieser Grundidee, die Neugierde des Nachbarn auszunutzen, kam es zu dieser Interview-Kiste. Wovon die Serie lebt, ist wohl der entlarvende Moment. Da gibt es ja diese wunderbare Szene, mit dem Paar, das schon sooo lange verheiratet war, und der Mann erzählt, wie das noch so gut klappt. Die wollen es unbedingt im kleinen Badezimmer treiben. Er will sie immer anal nehmen und sie sagt dan
n immer: ‚Du Arschloch, du!’ Da sagen doch die Zuschauer: ‘Guck mal, bei den klappt das ja auch nicht so.’ Die meisten Leute stellen nämlich fest, dass sie selbst genauso sind. Der Widererkennungswert ist unglaublich groß! Die Leute sind so wahnsinnig gleich geeicht in ihrer Sexualität. Es gibt ganz, ganz wenige wirkliche Individualisten. Unter Individualist verstehe ich Männer oder Frauen, die zum Beispiel knallhart zugeben, dass sie nicht oft potent sind, weil sie arbeiten, weil sie Stress haben, oder so …
Sie reden immer über diese Potenz, immer über diesen Siegereffekt. Das hängt mit unserer Gesellschaft zusammen, weil, wenn du in einer Firma bist, und du bist der Schlaffschwanz und sagst ‚Ich kann heute nicht denken, weil ich müde bin’, dann bist du ein Arschloch, dann bist du eigentlich auf der Kündigungsliste. Du wirst heute in der Schule getreten, im Kindergarten fängst an oder bei deiner Omi, dann machst du irgendein’ Job und da musst du immer Leistung bringen. Der strahlende Gewinner in einer Firma, der Jungmanager, ist auch der, der die strahlende Frau auf der Gartenparty neben sich hat. Diese strahlende Frau muss eine tolle, durchtrainierte Frau sein, und da muss das Sexualleben funktionieren, ja! Da werden die Abspritzer gezählt. Es ist ja alles nicht wahr: Dieses Größendenken, das wir immer noch haben, dieses ewige Diskutieren über die Schwanzlänge, obwohl sie alle wissen, dass die Größe des Penis’ für einen Orgasmus überhaupt nicht interessant ist. Ich hab’ den ersten Piss-Film in Deutschland produziert. Dann fingen sie alle an, und es wurde pausenlos gepisst. Da habe ich mir gesagt: Wenn die ihr Pissen drehen, dann drehe ich es nicht mehr. Ich hab’ den ersten Faust-Fick in Deutschland gemacht. Jetzt haben sie alle Faust-Fick gemacht. Da lass’ ich es auch sein. Man muss heute witzig und kurz drehen, muss Storys wieder ‘reinbauen. Vor allen Dingen auch deswegen, weil wir ein neues Potential an Zuschauern haben, und zwar die Frauen. Das ist eine Gruppe, die sehr extrem guckt, die auch sehr viel extremere Pornographie akzeptiert, aber die diese Pornographie mundgerecht in Stückchen serviert bekommen will. Die Frauen wollen also langsam hingeführt werden und dann kann der Höhepunkt viel extremer und härter sein, als die Männer es je akzeptieren. Der Porno zeigt Träume, und ich versuche immer, in die Träume der Leute ‘reinzukriechen, um ‘rauszukriegen, was sie gerne sehen möchten. Ich hab’ immer so Standard- Szenen. Zum Beispiel die Szene: Nachts nach Hause kommen, im Hausflur einen Fick, ‘nen Quickie – auf der Mülltonne. Ich weiß von vielen Frauen, dass sie das gerne mal machen möchten. Ich liebe Frauen, die dominieren! Ich liebe es! Weil es auch der Traum des Mannes ist. Der arbeitende Manager, der abends schlaff nach Hause kommt, träumt von der Frau, die die Initiative ergreift, weil er sich endlich mal hinlegen und sagen kann: ‘Ach schön, jetzt machst Du es mal!’ Also, ich liebe Frauen, die dominieren. Ich schwöre ‘s Euch: Ist doch ‘ne geile Kiste, sie bläst dir den Schwanz und schiebt dir ‘n Finger in’ Arsch. Und dann sagst sie: ‘Na?!?’ Dann spürst du das und da merkst du, wie dir die Eier platzen. Mein größter Wunsch wäre übrigens, dass Porno wieder verboten wäre! Dann würde die ganze Mainstream- Scheiße erstmal vom Markt wegkommen und man könnte im Underground wieder richtig gute Pornos machen. Wenn das dann wieder erlaubt wäre, würde ein ganz kleiner Haufen von Fachleuten übrig bleiben.“
Harry S. Morgan (* 29. August 1945 in Essen; eigentlich Michael Schey) ist ein deutscher Regisseur, Produzent unter anderem von Pornofilmen und Journalist.
Morgan studierte Fotografie an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Professor Otto Steinert und ist Mitbegründer der Gruppe „Visum“. 1991 führte er Regie bei dem Kriminalfilm Pommes Rot-Weiß mit Michael Lesch. Seit etwa 1988 ist er als Regisseur und Produzent von Pornofilmen bekannt. Morgan zeigt in seinen Filmen oft extreme Sexpraktiken wie Doppelpenetrationen, Fisting und Urination-Szenen und tritt dabei regelmäßig selbst als Darsteller – wenn auch nicht in sexuellen Situationen – auf.
Morgan arbeitet für die Firma Videorama und wurde hauptsächlich durch die Filme mit Gina Wild und Vivian Schmitt bekannt. Neben Gina Wild arbeitete er unter anderem auch mit Richard Langin und Henry van Damp zusammen. Bekannt wurde er durch seine diversen zum Teil sehr erfolgreichen Filmserien Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig, Junge Debütantinnen, Maximum Perversum, Teeny Exzesse, Happy Video Privat, Joker, Anmacherinnen, Old Ladies Extreme, Extreme, Bizarre und Fetisch.